Johann Matthias Ranftl (1804-1854) stellt auf seiner Bleistiftzeichnung von 1834 einen rustikal gekleideten Kellermeister dar, welcher im überwölbten Weinkeller vor den Fässern stehend kritisch, aber scheinbar zufrieden die ins Glas abgefüllte Weinprobe begutachtet. In der linken Hand stützt er einen grossen Weinheber an.

 

Der von seiner Mutter geförderte Wiener Maler und Grafiker erhielt seine Ausbildung an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei niemand Geringerem als Johann Baptist Lampi und Anton Petter, später liess er sich von Johann Peter Krafft weiterbilden. Konzentrierte sich Ranftl vorerst auf die Landschaftsmalerei, so wandte er sich später vermehrt der Porträtmalerei zu, vor allem seit seiner Reise nach Russland, wo er am Zarenhof mehrere namhafte Aufträge ausführte. Zurück in Wien wurde der angesehene Maler Mitglied der Wiener Akademie.

 

Die gekonnt ausgeführte, biedermeierliche Zeichnung auf dünnem Pauspaier ist mit "Ranftl" signiert und mit 1834 datiert. Sie ist auf ein festeres Papier aufgezogen und rückseitig mit einem alten Klebeetikett bezeichnet. Das Trägerpapier hat am unteren Rand einen Riss, der nur um knapp einen Millimeter ins Pauspapier reicht und somit als vernachlässigbare Beschädigung angesehen werden kann. Altersbedingt etwas verfärbt, durch das Aufkleben hat sich unten links leichter Faltenwurf gebildet.

 

Masse der Zeichnung: 30x19,5cm

Total: 32,5x22cm

Johann Matthias Ranftl – Die Weinprobe

CHF 320.00Preis
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