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Eine sehr schöne, kleinteilige Darstellung von Marquard Wocher. Ausgeführt augenscheinlich in Feder, mit Sepiafarben aquarelliert. Sie zeigt das so genannte Urnerloch, ein historischer Felsdurchschlag, der als einer der ältesten Alpentunnel gilt, welcher dem Verkehr dient. Das Urnerloch verband die Schöllenen mit dem Urserental. Heute ist es ersetzt mit einem neuzeitlicherenTunnel.

 

Im Inneren des Tunnels steht ein Denkmal für den bekannten Schweizer Dichter, Maler, Grafiker und Verleger Salomon Gessner (1730-1788). Im Vordergrund links ein Paar. Die Darstellung ist ein bedeutendes, wenn auch romantisiertes Zeitzeugnis für die Geschichte des Alpenverkehrs.

 

Schöpfer dieser Zeichnung ist der Maler und Radierer Marquard Wocher (1760–1830). Der gebürtige Deutsche lebte und arbeitete überwiegend in der Schweiz. Seine erste künstlerische Ausbildung erhielt er bei seinem Vater, bevor er eine Stelle beim renommierten Maler Johann Ludwig Aberli antrat. Wocher erwies sich als talentierter Maler und Stecher und erhielt dadurch mehrere bedeutende Aufträge. Im Jahr 1814 schuf er ein monumentales Rundpanorama der Stadt Thun. Das gewaltige Werk mass etwa 38 mal 7,5 Meter und entwickelte sich rasch zu einer beliebten Touristenattraktion. Wocher starb 1830 in Basel. Nur kurze Zeit später wurde sein gesamter künstlerischer Nachlass bei einer Auktion aufgelöst und in alle Richtungen zerstreut.

 

Die sehr ansprechende, aquarellierte Zeichnung des Urnerloches ist signiert und datiert mit 1811. Aufgezogen auf einem bräunlichen Papier.

 

Das kleinformatige Blatt ist angesichts des Alters in einem guten bis sehr guten Zustand.

 

Masse Zeichnung: 12,5x16,5cm
Masse Blatt: 14x18cm

Marquard Wocher – Das Urnerloch bei Andermatt

CHF 480.00Preis
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