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Reizende Landschaftsvedute des ausgehenden 19. Jahrhunderts mit einem populären Motiv aus der Urschweiz: Der unbekannte Maler bildet das historische Wirtshaus zur Treib am Vierwaldstättersee ab, vor dem Haus unterhalten sich zwei Personen. Dahinter fällt der Blick über das Wasser auf den einst bedeutenden Kurort Brunnen. Im Hintergrund erheben sich die Mythen, die beiden markanten Hausberge über dem Kantonshauptort Schwyz.

 

Seit dem 15. Jahrhundert ist hier auf der Treib eine Gaststätte bezeugt. Sie diente als Tagsatzungslokal der Eidgenossen. Das heutige Gasthaus entspricht in seinem Aussehen weitghend dem Bau aus dem Jahr 1658. Wegen des desolaten Zustandes ist das Gebäude um 1903 unter Verwendung alter Bestandteile neu errichtet worden. Die Treib gehört zur Urner Gemeinde Seelisberg. Von hier führt seit 1916 eine Seilbahn ins viel höher gelegene Dorf, was die Treib mit ihrem Anschluss an den öffentlichen Schiffsverkehr zu einem wichtigen touristischen Ausgangspunkt macht.

 

Das unsignierte Ölgemälde auf Platte könnte seiner Machart nach aus dem Umkreis der bekannten Thuner Vedutenmaler um Gottfried Stähly-Rychen stammen. Es handelt sich um ansprechende Malerei und eine ziemlich naturgetreue Wiedergabe der Wirklichkeit.

 

Verso auf der Platte zwei alte, handbeschriftete Etiketten. Beide beschreiben den Ort ("Treib mit Brunnen" / "Vierwaldstättersee, Treib ist gegenüber von Gersau")

 

Der schlichte Rahmen könnte später hinzugekommen sein. Er hat in den Eck- und Randbereichen ein paar Abplatzer. Das Gemälde selbst ist in einem weitgehend einwandfreien Zustand. Einzig ganz in den Randbereichen hat der Farbauftrag einige beriebene Stellen, vermutlich von der Rahmung verursacht.

 

Lichtmasse: 31x22,5cm

Mit Rahmen: 35x27,5cm

Landschaftsmaler des 19. Jh. – Treib mit Brunnen und den Mythen

CHF 380.00Preis
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