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Dieses kleine, feine Aquarell von 1831 gewährt den Einblick in ein unbekanntes Kircheninneres mit drei Mönchen. Es handelt sich vermutlich um das Seitenschiff einer grösseren gotischen Kirche mit ausgeprägter Gewölbe- und Säulenarchitektur. Die Nische im Hintergrund ist mit einer (neo)gotischen Holzarchitektur in der Gestalt einea Chorgestühls ausgekleidet. Einer der Mönche ist kniend in der Andacht vor einem Kreuz vertieft, die beiden anderen Fratres sind im Zwiegespräch. Das Licht fällt von rechts in die Szene. Das qualitätvolle Aquarell ist unten mit G. Chaix signiert und mit 1831 datiert. 

 

Geboren 1784 in Madrid und aufgewachsen in einer kosmopolitischen Kaufmannsfamilie aus der Dauphiné, fand Georges Pierre Chaix früh zur Kunst. Nach der Übersiedlung der Familie nach Paris wurde er Schüler von Jacques-Louis David. Ab 1802 wirkte er in Crest als Zeichenlehrer, später ging er nach Genf, Valence und Marseille. 1815 liess er sich dauerhaft in Genf nieder und erlangte das dortige Bürgerrecht. Als Mitglied der Société des Arts prägte Chaix das Genfer Kunstleben entscheidend. Seine Werke stellte er in Paris, Lille, Genf, Bern, Zürich und wohl auch in London aus. Als Historien- und Porträtmaler zählt Chaix aus heutiger Sicht zu den wichtigsten Vertretern der neugotischen Malerei in Genf. Er starb 1834 in Mornex im Département Haute-Savoie.

 

Vermutlich müsste man die abgebildete Kirche im erweiterten heutigen Grenzgebiet von der Schweiz und Frankreich verorten. Die Farbe ist angesichts des Alters sehr gut erhalten, was auf eine sachgemässe Aufbewahrung hindeutet. Das Blatt weist an den beiden rechten Ecken je einen Materialverlust auf. Abgesehen davon ist es in einem sehr schönen Zustand. Es ist ganzflächig auf einem Trägerpapier fixiert.

 

Masse Aquarell: 14,7x11,3cm

Masse total: 33x24cm

Georges Chaix – Kircheninnneres mit Mönchen

CHF 160.00Preis
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