Christian Freiherr von Appel (1785-1854)

 

Aquarellierte Lithografie von Josef Kriehuber von 1850. Kriehuber war der bedeutendste Porträtist des österreichischen Biedermeier und ein Pionier des Lithografierens. Seine Auftraggeber stammten vor allem aus hochadeligen Kreisen und aus dem Kaiserhaus. 1860 hat Kriehuber als erster Künstler überhaupt den Franz-Josef-Orden erhalten. Der Grossteil von Josef Kriehubers lithografischem Nachlass ist heute im Besitz der Wiener Albertina und der Österreichischen Nationalbibliothek.

 

Die Abbildung zeigt den adeligen Militär als Feldmarschall-Leutnant in ordenbehangener Uniform. Im Alter von gerade mal 13 Jahren wurde Appel Kürassiersoldat. Ein Jahr später war er bereits Unterleutnant. Er war bei mehreren Feldzügen des Napoleonischen Krieges mit dabei und machte sich insbesondere bei der Völkerschlacht bei Leipzig durch Tapferkeit verdient. 1822 wurde Appel zum Major ernannt. Ab 1826 war er k.u.k. Generaladjudant, ab 1829 Oberst und ab 1834 Kommandeur des Leopoldordens. Damit einhergehend wurde er von Kaiser Franz II. in den Freiherrenstand erhoben. Nach einer militärischen Auszeit trat er erneut in die k.u.k. Armee ein und kommandierte ab 1848 als Feldmarschall-Leutnant die militärischen Truppen in Laibach. Bei den italienischen Feldzügen im Folgejahr befehligte Appel das 3. Armeekorps und machte sich in den Schlachten bei Mortara und insbesondere Novara verdient. Für letztere erhielt er den Orden der Eisernen Krone.

 

Die aufwendig handkolorierte Lithografie ist in der Lithographischen Anstalt Johann Höfelich gedruckt worden. Die mit (1)850 datierte Lithografie ist im Druck mit der Signatur Josef Kriehubers sowie mit der Unterschrift des Abgebildeten versehen. Mittig unten im Papier der Prägestempel des Verlages L.T. Neumann.

 

Der Zustand des in einem Passepartout hinter Glas gerahmten Blattes ist sehr gut mit nur geringfügigen alterbedingten Verfärbungen.

 

Lichtmasse: 42x30cm
Masse Total: 55x43c