Diese ansprechende abendliche Ansicht zeigt eine Nil-Landschaft bei Gizeh. In der Ferne am rechten Bildrand fällt der Blick auf die Pyramiden. Beim sakralen Kuppelbau mit Mondsichel dürfte es sich um ein Kalifenmausoleum handeln, wie man sie in der unweit davon gelegenen Totenstadt von Kairo findet.

 

Ganz am unteren Rand halb links scheinen unleserliche Reste einer einstigen Signatur erkennbar zu sein. Dennoch bleibt die Autorenschaft des kleinen Gemäldes unbestimmt. Eine von Hand notierte Zuschreibung auf dem Keilrahmen nennt zwei Maler: Carl Wuttke (1849-1927) und Eduard Hildebrandt (1817-1869). Von diesen beiden dürfte Ersterer aufgrund Stil und Malweise durchaus in Frage kommen.

 

Der akademisch gebildete, deutsche Landschafts- und Architekturmaler Wuttke war zugleich bekannter Orientalist. Er schuf u.a. im Auftrag von Kaiser Wilhelm II. mehrere Ansichten aus dem Orient für das Berliner Stadtschloss. In seinem Oeuvre finden sich ähnliche Motive wie das vorliegende.

 

Das hübsche Kabinettstück ist in Öl auf Leinwand gemalt und bis auf altersbedingt normale Farbareibungen (gerahmt nicht sichtbar) am Leinwandumbruch in einwandfreiem Zustand. Eine Craquelierung ist auszumachen, der Firnis ist etwas gelblich geworden. Gefasst ist das Gemälde in einem Holzrahmen mit schwarzer Beschichtung (Schellack?).

 

Lichmass: 18,5x14,5cm

Rahmen: 29x25cm

Carl Wuttke (attr.) – Landschaft am Nil (VERKAUFT)

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